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Wie kann ich die Temperatur im Gewächshaus messen mit LoRaWAN?

Bild Gewächshaus Temperatur messen mit LoRaWAN

Wie kann man die Temperatur im Gewächshaus messen? Hier sehen Sie unsere Messung von Temperatur und Luftfeuchte mit LoRaWAN in einem Gewächshaus. Die Umsetzung mit LoRaWAN und einem passenden Funk-Sensor war schnell erledigt. Der Bodensensor steckt im Mutterboden. Interessant ist die Phasenverschiebung zwischen der Boden- und der Lufttemperatur. Hier im Beitrag sehen Sie live-Daten und was man dazu braucht.

Die Reichweite des LoRaWAN-Sendes beträgt mehrere hundert Meter. Mit Sichtverbindung und einem gut platziertem gateway kann die Entfernung sogar bis zu einigen Kilometern betragen. So lässt sich die Temperatur im Gewächshaus mit LoRaWAN einfach und fernab von Strom und WLAN messen. Für den Empfang der Daten brauchen Sie ein so genanntes gateway. Von dort aus werden die Messdaten über das Internet auf TTN (the things network) übermittelt.

Um in einem Gewächshaus Temperatur und Feuchte zu messen benötigen Sie einen Sensor, ein gateway in Reichweite mit Internetanschluss und ein wenig Software um die Daten zu speichern und zu visualisieren. Vorher müssen Sensoren und gateways im TTN angemeldet werden.

Flow nodered mit MQTT und mySQL
Mit nodered lassen sich Daten von LoRaWAN per MQTT in eine Datenbank einspielen.

Daten abholen und abspeichern

Die Messdaten werden vom Sensor über LoRaWAN ausgesendet und anschließend von einem gateway in Reichweite empfangen. Nach dem Empfang erfolgt über das Internet die Weiterleitung an das TTN (the things network). Um die Messdaten aus dem TTN herauszufischen hat sich das MQTT-Protokoll bewährt. Mit der frei verfügbaren Software nodered können Sie die Daten über MQTT abholen und in einer SQL-Datenbank abspeichern. Aus dieser Datenbank können Sie die Daten für eigene Auswertungen, apps oder Internetseiten abfragen und anzeigen.

Hier sehen Sie live-Daten eines Temperatur- und Feuchtesensors in einem Gewächshaus.

Die Batterielaufzeit beim Temperatursensor

In unserem Test wird der LoRaWAN-node DRAGINO LHT65N verwendet.Und dieser notwendige Sensor funktioniert laut Hersteller über mehr als fünf Jahre ohne Batteriewechsel. Beim Vorgängermodell LHT65 (ohne N) war unser Testsensor bereits nach zwei Jahren leer. Allerdings war der Sensor direkt im Außenbereich sonnenbestrahlt und hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Die neue Version LHT65N hat nun ein zugängliches Batteriefach. Wodurch im Servicefall der Austausch der Batterie einfach möglich ist. Damit sind die laufenden Kosten sehr gering.

Der externe Temperatursensor des DRAGINO LHT65N nach einigen Monaten im Boden und noch immer einwandfrei.

Bodentemperatur erfassen

Wir testen derzeit die Lebensdauer des externen Temperaturfühlers mit Bodenkontakt. Dafür haben wir den externen Fühler des LoRaWAN-Sensors LHT65N einfach einen halben Meter in die Erde gesteckt. Bei anderen Sensoren ist nach wenigen Monaten starke Korrosion zu beobachten. Die Oberfläche dieses Temperatursensors wirkt sehr hochwertig. Daher sind wir gespannt, wie sich der Sensor im Lauf der kommenden Monate verhält. (update: Nach ca. 6 Monaten ist der Sensor noch immer tadellos, siehe Bild). Interessant bei unseren Messversuchen ist, wie konstant sich die Bodentemperatur im Vergleich zur Lufttemperatur verhält. Daraus lassen sich auf einem Feld für die Landwirtschaft interessante Informationen gewinnen.

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